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Geschlossene AIF (Alternative Investment Fonds) in 2017 mit rückläufigem Gesamtvolumen

Wie jedes Quartal wertet Scope Analysis die Aktivitäten der Sachwertbranche aus und bietet einen einfachen und schnellen Überblick über den Gesamtmarkt. In Kurzform lässt sich sagen: mehr Fonds – weniger platziertes Eigenkapitalvolumen.

Auch im Jahr 2017 konnte sich die Sachwertbranche der geschlossenen Publikums-AIF nicht steigern und bleibt weiter hinter der erhofften Erholung zurück. Gegenüber dem Vorjahr nahm zwar die Anzahl der initiierten Fonds von 26 auf 29 zu, das platzierte Gesamtvolumen sank aber von knapp 1 Mrd. Euro auf 700 Mio. Euro. Dieser Verlauf zeichnete sich schon das ganze Jahr über ab. Für 2018 erwarten wir als Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und als Betreiber der digitalen Zeichnungsplattform Erstmarkt.de eine ähnliche Entwicklung.

Scope hat sich mit den Gründen für diesen Verlauf beschäftigt und hat drei wesentliche Kernpunkte dafür ausfindig gemacht.

1. Wieso konnte das Niveau vom Angebotsvolumen aus dem Jahr 2016 nicht gehalten werden?
Jamestown hat im Jahr 2016 ihren Fonds Jamestown 30 mit einem Nominalvolumen von ca. 262 Mio. aufgelegt. Dies machte im vorletztem Jahr einen Anteil i.H.v. 22% aus. Einen ähnlichen Fonds gab es im abgelaufenen Jahr nicht.

2. Hohe Nachfrage, steigende Preise, sinkende Renditen
Der Großteil der initiierten Fonds ist in der Assetklasse Immobilien angesiedelt. Auf Grund der anhaltenden Niedrigzinsphase sind Immobilien ein beliebtes Anlageobjekt. Durch die Niedrigzinsphase ruft dies viele Investoren auf den Plan, was zu steigenden Preisen führt und die Renditen verringert.

3. Regulatorische Auflagen mindern Beratungsaktivitäten auf Seiten der Vermittler
Neben dem sinkenden Nominalvolumen und den steigenden Preisen von Immobilien schmälert der regulatorische Aufwand (Dokumentations- und Beratungspflichten) die Auflage neuer Fonds. Die Mehrheit setzt aus diesem Grund auf spezialisierte Produkte für institutionelle Investoren.

Was Punkt 3 angeht, können wir als Betreiber der digitalen Zeichnungsplattform Erstmarkt.de Abhilfe schaffen. Neben einem unkomplizierten Zeichnungsprozess der online unabhängig von Zeit und Ort durchgeführt werden kann, werden alle notwendigen Dokumente WpHG-konform in einer elektronischen Kundenakte verwahrt. Den Erhalt muss der Kunde innerhalb des Prozesses bestätigen. Auch diese Bestätigung wird gespeichert.

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