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Geschlossene Umweltfonds: Sinnvoll investieren

Kapital anlegen, Rendite erwirtschaften und gleichzeitig den Umweltschutz fördern – das sind die Motive, warum Anleger in geschlossene Umweltfonds investieren. Diese Anlageform ist allerdings komplex und erfordert eine gute Kenntnis der jeweiligen Anlageformen, Technologien und Regionen. Wir erklären, was geschlossene Umweltfonds sind und wie sie funktionieren.

Abbildung Umweltfonds

Die Merkmale eines geschlossenen Umweltfonds

Geschlossene Umweltfonds investieren in Projekte, die der Nachhaltigkeit dienen und mit den Investitionen in die Umwelt Erträge erzielen. Zu den Investitionsobjekten zählen Projekte zur Nutzung von erneuerbaren Energien wie Solarenergie, Wind- und Wasserkraft sowie von nachwachsenden Rohstoffen. Projekte, die zur Reduzierung schädlicher Emissionen beitragen, eignen sich ebenfalls für einen geschlossenen Umweltfonds. Die Erträge entstehen entweder direkt über die Energieerzeugung oder indirekt, beispielsweise über Emissionsgutschriften für die Reduzierung von CO2-Emissionen.

Das zentrale Merkmal dieser Umweltfonds: Sie werden geschlossen, sobald das angestrebte Kapital eingesammelt ist. Danach ist kein Einstieg mehr möglich, und die erworbenen Anteile sind nicht an der Börse notiert. Die Anleger erwerben vielmehr eine unternehmerische Beteiligung, mit entsprechenden Pflichten und Risiken.

Globaler Trend Nachhaltigkeit

Im Jahr 2015 einigten sich fast 200 Staaten darauf, die Klimaerwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Seither arbeitet die Weltgemeinschaft an einem Regelwerk, das dieses Ziel verbindlicher macht; auf jeden Fall sind für den Klimaschutz umfangreiche Investitionen nötig.

Die einzelnen Staaten formulieren Klimaziele und beschließen Maßnahmen, mit denen sich der Ausstoß der schädlichen Treibhausgase wie Kohlendioxid reduzieren lässt. Der Abschied von Kohle und Gas, die Entwicklung erneuerbarer Energien sowie die Nutzung von alternativen Energiequellen und Technologien werden auf Jahre hinaus ein Megatrend bleiben.

Hinzu kommen gerade in Schwellenländern Anstrengungen der Regierungen, die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Das erfordert Investitionen in Luftreinhaltung, Wasseraufbereitung und viele weitere Umweltprojekte. Das nötige Kapital kommt auch von internationalen Anlegern.

Viele ökologische Projekte sind so umfangreich, dass ein einzelner Investor sie nicht stemmen könnte. Stattdessen findet sich eine Gemeinschaft von Kapitalgebern, die gemeinsam auf das Nachhaltigkeitsziel hinarbeiten – und dabei im Erfolgsfall Rendite erzielen.

Verschiedene Arten von Umweltfonds und ihre Erträge

Welcher Art die Erträge der geschlossenen Umweltfonds sind, hängt vom jeweiligen Investitionsobjekt ab. Anlagen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erwirtschaften Erträge über den Strompreis, indem sie den erzeugten Strom in das Stromnetz einspeisen. Andere Umweltfonds investieren in eine Anlage, die sie vermieten oder verpachten – die Erträge erfolgen als Leasinggebühren. Geschlossene Umweltfonds, die zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen, kalkulieren mit einer Rendite durch den Verkauf von Emissionszertifikaten.

Wie die Struktur des geschlossenen Umweltfonds im Einzelnen aussieht, hängt daher stark von den Investitionsobjekten und von den Vertragsbedingungen mit späteren Nutzern ab. Interessenten sollten nicht nur die Angaben im Verkaufsprospekt verstehen, sondern auch Informationen über die Technologie sammeln und – im Falle von internationalen Anlageobjekten – die Gegebenheiten im Zielland kennen.

Risiken der geschlossenen Umweltfonds

Die geschlossenen Umweltfonds bergen die gleichen Risiken wie andere geschlossene Fonds auch. Hier sind einige genannt:

  • Das Kapital wird zumeist mittel- bis langfristig angelegt, ein Ausstieg einzelner Investoren vor Ablauf der Laufzeit ist in der Regel nicht möglich.
  • Die Anleger investieren unternehmerisch: Sie gehen das Risiko eines Wertverlusts bis hin zum Totalverlust ihrer Anlage ein.
  • Die Erträge aus einer Anlage sind nicht garantiert. Bei einer schlechten wirtschaftlichen Entwicklung oder unvorhergesehen Ereignissen bleiben Erträge aus.

Die spezifischen Risiken eines Umweltfonds sind ebenfalls im Verkaufsprospekt aufgelistet. In der Regel wirken verschiedene Faktoren zusammen und beeinflussen den Erfolg oder Misserfolg eines Investitionsprojekts. Hier einige Beispiele:

  • Oft liegen die Nachhaltigkeitsprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern, sodass die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes den Erfolg mitbestimmen.
  • Umweltprojekte sind oftmals starken Umwelteinflüssen oder gar Naturkatastrophen ausgesetzt.
  • Die aktuellen Abnahmepreise für Rohstoffe und Energie beeinflussen die Wirtschaftlichkeit.

Wegen der Vielzahl von Technologien, lokalen Gegebenheiten und Vertragsformen lassen sich wenige allgemeingültige Aussagen treffen. Von Anlegern wird erwartet, dass sie sich eingehend mit dem Investitionsobjekt, den Ertragsaussichten und den spezifischen Risiken auseinandersetzen.

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