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Das war 2018

Dezember 2018

Rückblick auf ein bewegtes Jahr der Sachwerte-Branche

Das Jahr 2018 geht langsam zu Ende. Was hat es der Sachwerte-Branche gebracht? Erst einmal neue Möglichkeiten. Das Anfang des Jahres eingeführte Investmentsteuergesetz bietet Alternativen zum bei geschlossenen AIF typischen KG-Modell. Die Bremer HTB hat die Chancen der Investment AG erkannt und bringt ein Zweitmarktmodell als AG. Neben steuerlichen Vorteilen punktet die Investment AG in Sachen Digitalisierung. Leider spielen die IT-Abteilungen der Banken nicht mit, weil sie andere Dinge umsetzen müssen. Stichwort MiFID II. Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr mit der Investment AG.

Digitaler Direktvertrieb gestartet

MiFID II – ein Thema auch für die Vertriebe von Sachwerte-Beteiligungen. Zunächst nur die Banken bekommen neue Pflichten aufgedrückt, zum Beispiel die Protokollierung von Beratungsgesprächen. Künftig soll MiFID II auch für freie Vermittler gelten. Das wird den Vertrieb über die bislang üblichen Wege nicht gerade leichter machen – aber vielleicht dem Direktvertrieb die Tore öffnen, durchgehend digital und ohne Beratung. Auf Plattformen wie erstmarkt.de können erfahrene Anleger eine Reihe von AIF online zeichnen. Weitere Informationen zu den Angeboten finden sie zum Beispiel unter www.ifit-schweiz.ch. Dort wird anhand von sechs W-Fragen in verständlicher Ausdrucksweise die Funktionsweise der Alternativen Investmentfonds erklärt: Wem wird das Anlegergeld anvertraut? Wohin, also in welche Assets, wird investiert? Woher kommt die Rendite (laufende Rendite, Substanzwertzuwächse)? Wo liegen die Risiken und wie sind sie zu quantifizieren? Wie lange ist die Kapitalbindung – Exitstrategie? Was geschieht im worst case (Konkurs/Insolvenz) des Investmentvehikels?

Beim Container-Riesen P&R ist der schlimmste Fall leider eingetreten. Er meldete Insolvenz an. Erst langsam kommt die ganze Katastrophe ans Licht. Mit klarem Kopf stellt sich die Frage, wie so ein Modell 40 Jahre lang gut gehen konnte. Alleine der volatile Markt für Container mit seinen Preisschwankungen innerhalb weniger Jahre stellt es auf wackelige Füße. Dennoch kauften mehr als 50.000 Anleger Container, die es oft gar nicht gab, wie sich nun herausstellte. Die Geschichte wird uns noch länger beschäftigen.

Erster Schiffsinitiator beendet zehnjährige Platzierungspause

Mut machen die Neustarts einiger Fondsinitiatoren. US Treuhand zum Beispiel beendet seine zehnjährige Schaffenspause und bringt einen US-Immobilienfonds mit einem Bürogebäude in Las Vegas. Und sogar der Markt für Schiffsbeteiligungen springt wieder an. Als erstes traut sich die Oltmann-Gruppe wieder an die Oberfläche, ebenfalls nach rund zehn Jahren. Ich bin gespannt, wer nachfolgt. Zu den besten Zeiten gab es mehr als 80 Anbieter von Schiffsfonds.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2019! Genießen Sie die Feiertage.

Herzlich, Ihr
Markus Gotzi

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