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Deutsche Finance bringt weiteren Publikums-AIF mit Investitionen in Spezialfonds

Juni 2021

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Ticket fürs Konzert der Großen

Als Eintrittskarte für professionelle Investments will Deutsche Finance seine Publikums-AIF verstanden wissen. Erneut bieten die Münchner einen Dachfonds an, mit dem private Kapitalanleger ihren Einsatz auf eine Reihe von institutionellen Spezialfonds verteilen. Das Angebot startet als Blind Pool, wobei Deutsche Finance in seinen Verkaufsunterlagen eine Reihe von geplanten Investmentstrategien aufzählt. Dabei kommen – wie schon bei den Vorgänger-AIF – eigene Projekte ebenso in Frage wie Drittfonds.

Investitionen in Wohnungen und Bioscience-Labore

Konzept: Die erste Strategie zielt auf den Erwerb und die Optimierung eines Portfolios von Immobilien mit Wertsteigerungs-Potenzial in Großbritannien und Irland, Deutschland, Spanien, Portugal, Holland und den skandinavischen Ländern. Ziel ist es, Immobilien günstig zu kaufen, mit Asset-Management-Maßnahmen in ihrem Wert zu steigern, am Markt neu zu positionieren und zu vermieten – eine typische Value-Add-Stragie eben. Als Beispiel nennt der Anbieter in diesem Zusammenhang den Kauf des ehemaligen Gebäudes der Hamburger Sparkasse am Holstenwall.

Strategie Nummer zwei ist konkreter. Dabei geht es darum, in Dublin ein Portfolio aus Wohnimmobilien und Mehrfamilienhäusern im Bereich Affordable Housing aufzubauen. Hier kann Deutsche Finance bereits einige Transaktionen nachweisen. Da die Investments teilweise aus Sondersituationen erworben werden, könnten häufig Abschläge zum Verkehrswert verhandelt werden. Beim Verkauf des Portfolios könne aufgrund der Zusammenfassung der Einzelinvestments mit einem Premium gerechnet werden – der berühmte Portfolio-Aufschlag.

Außerdem will der Anbieter in den USA Grundstücke für den Bau von Labor- und Büroflächen kaufen und die Projekte entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf Regionen, in denen sich besonders viele Unternehmen angesiedelt haben, die in der Pharma- und Bioscience-Forschung tätig sind. Zumeist gelingt eine solche Ansiedelung in Nachbarschaft renommierter Universitäten und anderer Bildungseinrichtungen. Einer der wesentlichen Standorte in den USA ist Boston. Hier hat Deutsche Finance bereits mit Kapital privater Kapitalanleger eine Labor-Immobilie entwickelt. Doch das soll nicht alles sein. Mittelfristig sind auch Investitionen in asiatische Immobilien und eventuell sogar an Standorten in Lateinamerika möglich.

Laufende Ausschüttungen sind nicht vorgesehen

Kalkulation: Deutsche Finance will 35 Millionen Euro zu Tickets ab 5.000 Euro plus fünf Prozent Agio einsammeln. Der AIF hat eine Laufzeit bis Ende Juni 2027 und mit sechs Jahren eine für AIF untypisch kurze Laufzeit. Laufende Ausschüttungen gibt es bei diesem Angebot nicht – wo sollten die bei einer Projektentwicklung auch herkommen? Erwirtschaftete Gewinnen werden reinvestiert. Der Anbieter kommt so in seiner Prognose auf einen Gesamtrückfluss von 152 Prozent vor Steuern – nach Abzug des Einsatzes also ein Plus von 47 Prozent.

Kosten: Die Initialkosten summieren sich inklusive Agio auf bis zu 17,2 Prozent der Kommanditeinlage. Jährlich fallen für Verwaltung und Management 3,55 Prozent des Nettoinventarwertes an – Deutsche Finance ist nicht für Schnäppchen bekannt. Übersteigt die rechnerische Verzinsung fünf Prozent auf Ebene des Anlegers, erhält der Anbieter 15 Prozent weiterer Gewinne.

Anbieter: Zeichner erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Am besten den Steuerberater fragen, was das im Einzelnen bedeutet.

Meiner Meinung nach… Typischer Publikums-AIF von Deutsche Finance, mit dem sich private Kapitalanleger an Immobilienprojekten beteiligen, die eigentlich institutionellen Investoren vorbehalten ist. Ein Blind Pool, bei dem die Anleger Deutsche Finance bei der Auswahl und die Qualitäten als Asset-Manager vertrauen. Und keinen Wert legen auf laufende Ausschüttungen, denn die gibt es hier nicht. Läuft alles wie geplant, gilt bei diesem Angebot der alte Spruch: Hinten werden die Enten fett.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde bereitgestellt vom Journalisten Markus Gotzi. Der Autor versichert, dass die Nachrichten unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Für solche Artikel ist der jeweilige Autor verantwortlich. Diese Artikel stellen die Meinung dieses Autors dar und spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der Fondsbörse Deutschland dar.

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