Überspringen zu Hauptinhalt

Ökorenta betritt mit Strom-Zapfsäulen Neuland bei geschlossenen Publikums-AIF

Dezember 2021

Hochspannung im Portfolio

Das Repertoire an Assts in geschlossenen Publikums-AIF ist überschaubar. Immobilien dominieren, dazu kennen wir Fonds mit Erneuerbaren Energien, Private Equity und gebrauchten Fondsanteilen. Früher wurden außerdem Schiffe, Flugzeuge und Lokomotiven in Fonds verpackt. Doch das ist neu: Ökorenta bringt den ersten Fonds mit Investitionen in Strom-Zapfsäulen für Elektro-Autos. Ab 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio beteiligen sich Anleger am AIF „Ökorenta Infrastruktur 13E“.

Markt: Der Siegeszug der Stromer ist nicht aufzuhalten. VW-Chef Herbert Diess rät von Autos mit Benzin-Motoren ab. Ampel-Koalition will E-Autos stärker fördern. Jeder vierte kann sich Kauf von Elektro-Autos vorstellen. Schlagzeilen der vergangenen Wochen. Sie belegen die Neuausrichtung die Automobilbranche. Ökorenta informiert in seinen Verkaufsunterlagen, dass nach Schätzungen der Bundesregierung bis 2030 in Deutschland sieben bis zehn Millionen E-Autos fahren würden. Andere Schätzungen gehen sogar von bis zu 15 Millionen aus. Derzeit sind es rund eine Million Fahrzeuge. Was fehlt, sind ausreichend öffentlich zugängliche Ladestationen. Im Mai dieses Jahres standen gerade einmal 41.000 Strom-Tankstellen zur Verfügung. Ein zügiger Ausbau ist also dringend nötig.

Nicht nur auf der Autobahn ist Geschwindigkeit Trumpf

Einnahmen: Geschwindigkeit ist Trumpf. Nicht nur auf der Autobahn, sondern auch an der Zapfsäule. Aktuell dauert es immer noch deutlich länger ein Elektro-Auto zu laden als einen Verbrenner vollzutanken. Die schnellsten Säulen schaffen eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern in zehn Minuten. Dann kostet die Kilowattstunde aber auch bis zu 89 Cent. An den lahmen Stationen mit einer Kapazität von bis zu 22 Kilowattstunden kostet die Einheit 39 bis 49 Cent.

Klimaziele: Mit 146 Millionen Tonnen CO2 ist der Verkehr eine gewaltige Dreck-Schleuder. Das ist doppelt so viel wie die Emissionen der Landwirtschaft und liegt knapp hinter der Industrie. Ohne die Reduzierung von Autos mit Verbrennungsmotoren ist das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 wohl kaum zu erreichen. Daher werden die E-Autos ein wichtiger Punkt egal welcher Regierungskoalition sein.

Investitionsobjekte: Ökorenta will mit seinem AIF in Ultra-Schnell-Ladestationen des Weltmarktführers Alpitronik investieren. Mit einer maximalen Ladeleistung von bis zu 300 Kilowatt können Autofahrer an diesen High-Power-Chargern ihre Wagen erheblich schneller mit Energie befüllen als an den bislang üblichen Strom-Zapfsäulen. Je nach Leistung laden sie die Batterien innerhalb von zehn Minuten mit bis zu 300 Kilometern Reichweite auf. Ökorenta betont, dass der Strom aus den Ladesäulen zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien stammt.

Erste Standorte an Verkehrsknotenpunkten

Erste Investments: Der Anbieter hat sich zunächst zwei Standorte gesichert. In Koblenz entsteht ein Ladepark mit fünf Ultra-Schnell-Säulen und zehn Ladepunkten. Ökorenta hat hier täglich 84.000 Autos gezählt. Auf dem Grundstück eines Gartencenters in Kamen wird ein ähnlich großer Ladepark gebaut. Nicht weit entfernt ist das Kamener Kreuz, einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Region Rhein-Ruhr. Mit diesen Investitionen sind 40 Prozent des geplanten Portfolios erworben.

Kalkulation: Im Investitionsplan will Ökorenta 13 Millionen Euro Eigenkapital einsammeln und davon nach Abzug der Kosten vom Initiator vorfinanzierte Gesellschaften oder Beteiligungen kaufen, die Lade-Infrastruktur für Elektromobilität errichten und betreiben. Die Einnahmen stammen zunächst aus dem Verkauf des Auto-Stroms. Hier rechnet der Anbieter mit 59 Cent pro Kilowattstunde. Im Basis-Szenario stellt Ökorenta den Anlegern innerhalb der kommenden neun Jahre einen Gesamtrückfluss von 163 Prozent in Aussicht, wobei die Grundlage der Kapitaleinsatz zuzüglich Agio ist.

Kosten: Die Initialkosten summieren sich auf 5,3 Prozent der Kapitaleinlage plus fünf Prozent Agio. Jährlich fallen knapp 2,6 Prozent des Netttoinventarwertes an.

Steuern: Der AIF ist gewerblich geprägt. Weil die Ladestationen über zehn Jahre zügig abgeschrieben werden, sind die Ausschüttungen der ersten Jahre steuerfrei. Den  Verkaufserlös müssen die Anleger nach Abzug der verbleibenden Abschreibungen versteuern.

Anbieter: Ökorenta hat sich vor mehr als 20 Jahren auf Kapitalanlagen mit Investitionen in Erneuerbare Energien spezialisiert und ist damit eines der ältesten Emissionshäuser in Deutschland für dieses Segment. Seit der Gründung hat das Unternehmen 20 Fonds am Markt platziert und Kapital bei rund 10.000 Anlegern akquiriert. Aktuell verwaltet Ökorenta mehr als eine Viertel Milliarde Euro Anlegerkapital. Die Summe der bereits gezahlten Rückflüsse liegt bei rund 80 Millionen Euro.

Meiner Meinung nach… Publikums-AIF mit einem komplett neuen Asset. New-Energy-Experte Ökorenta bietet die Beteiligung an Ladestationen für Elektro-Autos an. Erfahrungswerte gibt es hier nicht. Die Zeichner vertrauen also der Prognose des Unternehmens. Die Vorhersagen beruhen auf Studien und Erwartungen der politischen Entscheider. Klar ist, dass die Zahl der Elektro-Autos in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Daher ist es für die Investoren richtig und wichtig, die besten Standorte so frühzeitig wie möglich zu sichern. Stichwort: Netzstabilität. Hier befindet sich der Flaschenhals. Denn irgendwann kann die Kapazität der Ladestationen nicht mehr großartig verbessert werden, nur noch die technischen Möglichkeiten der Autobatterien. Für Anleger, die offen sind für Innovationen und keine Angst haben vor unternehmerischen Risiken.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde bereitgestellt vom Journalisten Markus Gotzi. Der Autor versichert, dass die Nachrichten unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Für solche Artikel ist der jeweilige Autor verantwortlich. Diese Artikel stellen die Meinung dieses Autors dar und spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der Fondsbörse Deutschland dar.

An den Anfang scrollen