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Investition in die Zukunft

In Zeiten niedriger Zinsen und hoher Inflationsraten sind Anleger auf der Suche nach Alternativen zum klassischen Festgeldkonto, mit dem das Kapital nicht vermehrt, ja sogar kaum noch erhalten werden kann. Aktien und Investmentfonds bieten hier eine von zahlreichen Möglichkeiten. Für viele Menschen spielt bei der Anlageentscheidung jedoch nicht nur die zu erwartende Rendite eine Rolle, sondern auch, welche Projekte und Unternehmen mit dem investierten Kapital gefördert werden und ob diese ökologischen und sozialen Prinzipien folgen.

Längst keine Nische mehr
Die Zahl der Investmentfonds, die explizit Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen, ist laut Scope in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Den Erhebungen der Ratingagentur zufolge können deutsche Anleger momentan zwischen 433 verschiedenen Investmentfonds wählen, die sich den Leitlinien der Nachhaltigkeit verschreiben und so beispielsweise Waffenhersteller oder Atomkraftbetreiber aus ihrem Portfolio ausschließen. Seit dem Jahr 2015 sind laut dem Analyseunternehmen 90 neue Anlageangebote hinzugekommen.

Auch auf dem Markt der geschlossenen Alternativen Investmentfonds haben sich neben den gängigen Assetklassen Immobilien und Flugzeuge längst Umwelt und Erneuerbare-Energien als Anlageklassen etabliert. Sie investieren das Kapital der Anleger in nachhaltige Energieanlagen, wie Wind- und Solarparks oder nachhaltige Anbau- und Forstprojekte. Erst kürzlich vermeldete der auf Erneuerbare Energien spezialisierte Anbieter reconcept den Erwerb eines Windparks für einen weiteren geschlossenen Alternativen Investmentfonds.

Aussicht auf Rendite
Doch müssen Anleger für ein Investment in ein nachhaltiges Projekt geringere Renditen in Kauf nehmen? Zumindest im Bereich der Aktien scheint dies nicht der Fall zu sein, denn wie die Scope-Studie ebenfalls ermittelte, performten in Deutschland gehandelte Aktien im Bereich Nachhaltigkeit zumindest im vergangenen Quartal sogar um 0,6 Prozent besser als herkömmliche. Im Trend der letzten fünf Jahre haben die nachhaltigen Investments sogar noch deutlicher die Nase vorn: Hier ist es mehr als ein Prozent. Gut möglich also, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit in Zukunft auch bei Geldanlagen noch mehr an Bedeutung gewinnt.

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