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Vom Ersparten leben

Viele Menschen legen Kapital zurück, um im Falle eines finanziellen Engpasses gewappnet zu sein. Doch wie lange reicht die eigene Rücklage? Der aktuelle Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) untersuchte, wie lange sich die deutschen Haushalte mit Hilfe ihres angesparten Kapitals über Wasser halten können. Angenommen wurde dabei der hypothetische Fall, dass jegliche Einnahmen (Gehalt, Rente oder Sozialtransfer) ausfallen und das aktuelle Konsumniveau aufrechterhalten wird. Ergebnis: der Hälfte der deutschen Haushalte würde spätestens nach 23 Monaten das Geld ausgehen.

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Von wenigen Wochen bis über 20 Jahre
Wie groß die Unterschiede zwischen den untersuchten Haushalten sind, macht eine differenzierte Betrachtung der Daten deutlich. Auf der einen Seite verfügen rund 30 Prozent der Haushalte über keine nennenswerten Rücklagen oder sind sogar verschuldet. Entsprechend könnten sie nur wenige Wochen bzw. Monate ihr aktuelles Konsumniveau sichern. Auf der anderen Seite könnten 10 Prozent der Haushalte fast 13 Jahre, 5 Prozent der Haushalte gar über 21 Jahre von ihrem Ersparten leben, obwohl ihr Konsumniveau in der Regel deutlich höher ausfällt.

Einnahmenabhängigkeit in allen Altersgruppen
Die Studie des WSI untersuchte zudem, ob mit zunehmendem Alter auch die Ersparnisse steigen und so der Konsumbedarf besser gesichert werden kann. Zwar bestätigten die Ergebnisse der Untersuchung diese Hypothese teilweise, gleichzeitig zeigte sich jedoch auch, dass in jeder Altersklasse mindestens 20 Prozent der Haushalte gar nicht oder nur über einen kurzen Zeitraum das Konsumniveau durch das eigene Vermögen sichern könnten.

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