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Warum in geschlossene Fonds investieren?

Seit dem Platzen der US-Immobilienblase und den darauffolgenden Finanzkrisen in den Jahren nach 2008 haben es Anleger so schwer wie selten zuvor. Die Zinsen befinden sich weltweit auf historischen Tiefstständen. Geldmarkt-Instrumente oder Staatsanleihen vermögen nicht einmal die Inflation auszugleichen. Cash in Form von Festgeld erbringt so gut wie keine Zinsen und trägt ein immer höheres Risiko, solange die Geldmengen und Zentralbank-Bilanzen im derzeitigen Tempo wachsen. Edelmetalle wie Gold und Silber folgen – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr ihrer Rolle als sichere Häfen. Und auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum würde wohl niemand seine Altersvorsorge aufbauen.

AIF als Sachwert-Anlagen mit auskömmlichen Renditen

Investitionen in Sachwerte sind also das Gebot der Stunde, um das Ersparte vor Nullzinspolitik und Inflationsgefahr zu retten. Weil dies so ist, sind aber die Preise typischer Sachwerte wie Aktien und Immobilien bereits derart gestiegen, dass auch hier immer häufiger vor Blasenbildungen gewarnt wird. In diesem Umfeld bieten Alternative Investmentfonds (AIF) gerade für Privatanleger eine gute Möglichkeit, auch in überkauften Märkten noch attraktive Sachwert-Investments zu finden.

Denn als Kapital-Sammelstellen ebnen AIF auch für Einzelanleger den Zugang zu Investmentklassen, die normalerweise kapitalstarken, zumeist institutionellen Investoren vorbehalten sind. Diese erzielen bei hohen und langfristigen Investitionsprojekten wie etwa für Windparks, Flugzeuge und Schiffe oder für Immobilienentwicklungen und öffentliche Infrastruktur-Projekte bis heute sehr auskömmliche Renditen. Und gleiches gilt auch für gute AIF – selbst nach Abzug der typischen Kosten für Fondsverwaltung, Marketing und Vertrieb.

Gestaltungschancen kennen und nutzen

AIF bieten aber noch andere Vorzüge: Je nach Ausgestaltung und geplanter Laufzeit, lassen sich für Gutverdiener oftmals zusätzliche steuerliche Vorteile realisieren, wenn die Investitionsphase in einkommensstarke Jahre und die End-Ausschüttung ins Rentenalter des Investors fällt – und somit einer geringeren Einkommenssteuer unterliegt. Außerdem sind AIF-Anteile in der Regel unternehmerische Beteiligungen und können dadurch als Firmenvermögen Vorteile in der Besteuerung von Erbschaften bieten – wenn auch mit einigen Unsicherheiten in der aktuellen Rechtsprechung.

Grundregeln beachten

Geschlossene Fonds sind also gerade im heutigen Finanzmarkt-Umfeld eine aussichtsreiche und oftmals unterschätzte Möglichkeit, dem Zinstief zu entkommen, wenn dabei die wichtigsten Grundregeln beachtet werden: Auswahl einer sinnvollen Beteiligung und eines guten Initiators mit makelloser Leistungsbilanz – auch wenn dies selten jener mit dem höchsten Renditeversprechen ist. Ausreichende Streuung des vorhandenen Vermögens und/oder der vorhandenen Fondsanteile. Einsatz nur von Geldmitteln, die langfristig frei sind und deren Totalverlust verkraftbar ist. Sorgfältige Prüfung der steuerlichen Wirkungen, am besten in Zusammenarbeit mit dem eigenen Steuerberater und/oder Fachanwalt.

Nichts zu tun ist das größte Risiko

Bei allen Chancen, die AIF bieten, müssen sich Investoren jederzeit darüber im Klaren sein: AIF sind unternehmerische Beteiligungen mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken.

Und dennoch: In einer Anlage-Welt, in der aus dem risikolosen Zins von einstmals immer mehr ein zinsloses Risiko wird, ist das Chance-Risiko-Profil von AIF zunehmend positiv zu bewerten.

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