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Wie ticken deutsche Anleger?

In welcher Form legen die Deutschen am liebsten ihr Kapital an? Wie groß ist das Vertrauen in die eigenen Anlageentscheidungen? Und welche Trends zeichnen sich mittel- bis langfristig hinsichtlich des Sparverhaltens ab? Der Global Investor Pulse der Fondsgesellschaft BlackRock befragt zu diesen und weiteren Themen regelmäßig mehr als 2.000 Anleger und dient daher als Indikator für das aktuelle Stimmungsbild.

Giro- und Sparkonten nach wie vor sehr beliebt
Die Ergebnisse der Studie lassen zunächst darauf schließen, dass Giro- und Sparkonten auch in Zeiten des Niedrigzinsumfeldes weiterhin die mit Abstand beliebtesten Anlageformen sind. Rund 70 Prozent des Kapitals der Anleger befindet sich in einer derartigen Form als Barvermögen. Zwei von drei Teilnehmern der Umfrage schließen es zudem kategorisch aus, ihr Geld in andere Anlageformen zu investieren.

Ein deutlich differenzierteres Bild ergibt sich jedoch, wenn nur die Aussagen vermögender Anleger betrachtet werden. Diese Gruppe legt rund 60 Prozent des eigenen Kapitals in Investments (35 Prozent), Immobilien (21 Prozent) oder sonstige Anlageformen (5 Prozent) an.

Vertrauen in die eigene Anlageform schwindet
Obwohl die meisten Deutschen weiterhin auf das Spar- oder Girokonto setzen, scheint das Vertrauen in die eigene Geldanlage allerdings zu schwinden. Dies zeigt sich deutlich, wenn man die aktuellen Umfrageergebnisse mit den vorherigen vergleicht. Während 2013 noch 58 Prozent die Frage bejahten, ob sie ihrer eigenen Anlageentscheidung vertrauen, waren es im Jahr 2017 nur noch rund 42 Prozent. Eine deutlich größere Zuversicht hinsichtlich der eigenen Anlagestrategie besitzen Studienteilnehmer, die sich bei ihren Anlageentscheidungen professionell beraten lassen. 

Fehlendes Wissen über andere Anlageformen
Diese Befunde legen die Vermutung nahe, dass möglicherweise fehlendes Wissen über andere Anlageformen dazu beiträgt, dass keine Alternativen zu dem Spar- oder Girokonto berücksichtigt werden. Die Studie von BlackRock stützt diese These: Von denjenigen Befragten, die Investments per se ablehnten, fühlten sich lediglich 12 Prozent gut zum Thema Finanzfragen informiert. Während immerhin 17 Prozent der männlichen Teilnehmer angaben, sich gut informiert zu fühlen, waren es bei den weiblichen Befragten sogar nur 7 Prozent. Insgesamt herrscht also offenbar noch viel Aufklärungsbedarf.

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