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Zweitmarkt reagiert erleichtert auf Dr. Peters-Lösung für die A 380-Fonds Nr. 129 und Nr. 130

Hamburg, 11. Juni 2018 – Am 5. Juni gab die Dr. Peters Group bekannt, die beiden Airbus A 380-800 nach Auslaufen der Leasingverträge mit Singapore Airlines in Komponenten zu zerlegen und zu verkaufen. Die Triebwerke sollen bis 2020 weiterverleast werden und danach ebenfalls verkauft werden. Die Zweitmarkt-Kurse für beide Fonds waren bis 5. Juni um die 30 Prozent gependelt. Die ersten beiden Vermittlungen (für Nr. 129) nach Bekanntgabe der Lösung kamen zu deutlich erhöhten Kursen von 44,50 Prozent bzw. 45 Prozent zustande.   

Verwertung der Komponenten verspricht höchsten Rückfluss

Zu dem ungewöhnlichen Lösungsweg, die beiden Großraumflugzeuge nach nur zehn Jahren Nutzung stillzulegen war es gekommen, weil Singapore Airlines nach Ende der Grundlaufzeit den bestehenden Leasingvertrag nicht verlängert hatte. Trotz intensiver Verhandlungen kam für beide Alternativlösungen – Abschließen neuer Leasingverträge oder Verkauf der Flugzeuge – keine Lösung zustande, die aus Anlegersicht rentabler gewesen wäre als ein Verkauf der Flugzeuge in Teilen.

Als Partner für die Verwertung wurde der Weltmarktführer VAS Aero Services gewonnen. Im Lauf von zwei Jahren erwartet VAS Aero Services allein aus dem Verkauf der Komponenten einen Erlös von rund 45 Millionen US-Dollar, bedingt durch anstehende Wartungsintervalle für andere Airlines, die ebenfalls den A380-800 einsetzen.

Zustimmung der Gesellschafter wird am 28. Juni erwartet

Sollten die Anteilseigner in der Gesellschafterversammlung am 28. Juni der Verwertungslösung zustimmen, wird das Konzept im Anschluss umgesetzt.

Bei verkürzten Fondslaufzeiten bis zum Jahr 2020 statt wie geplant bis zum Jahr 2023 prognostiziert Dr. Peters dann Gesamtrückflüsse von 145 Prozent (Nr. 129)
bis 155 Prozent (Nr. 130).

Bei aller Erleichterung über die zufriedenstellende Lösung bleibt dennoch ein Gefühl der Ernüchterung. Normalerweise sind Verkehrsflugzeuge 20 bis 30 Jahre in Betrieb und gelten als solide Assetklasse. Beim A380-800 hat sich nun erstmals gezeigt, dass Flugzeugfonds auch mit erstklassigen Leasingnehmern keine „Selbstläufer“ sind. Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Group: „Der Markt für den Flugzeugtyp A380-800 hat sich in den vergangenen Jahren nicht positiv entwickelt. Einige Airlines haben bei Airbus Bestellungen storniert, andere wiederum auf kleinere Langstreckenjets gesetzt. (…) Vor diesem Hintergrund ist das jetzt erarbeitete Konzept mit einem prognostizierten Gesamterlös von rund 80 Millionen US-Dollar pro Flugzeug eine ausgezeichnete Leistung.“

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